Skip to content
    Kunya-Urgench
    Daschogus Region

    Kunya-Urgench

    Die ehemalige Hauptstadt des Choresmischen Reiches bewahrt eine Gruppe mittelalterlicher islamischer Baudenkmäler - darunter das höchste Minarett Zentralasiens.

    Überblick

    Es ist eine stille Eigenheit von Kunya-Urgench. Hier, im flachen Norden Turkmenistans, umgeben von Baumwollfeldern und Buschland, steht eine der bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher islamischer Architektur der Welt - weitgehend unbesucht, ohne Rummel und nahezu vollständig frei von der Infrastruktur, die große historische Stätten gemeinhin erdrückt. Die UNESCO-Aufnahme erfolgte 2005. Die Besucherströme blieben, wie durch ein Wunder, aus.

    Kunya-Urgench war die Hauptstadt des Choresmischen Reiches - eines Staates, der für eine Periode im frühen 13. Jahrhundert einen weiten Teil Zentralasiens beherrschte und mit dem Abbasidischen Kalifat an kultureller Strahlkraft wetteiferte. Die Architekten, die hier wirkten, vollbrachten mit Geometrie, Muqarnas und dekorativer Kachelarbeit Leistungen, die in europäischen Bauten erst zwei oder drei Jahrhunderte später auftauchen sollten. Das Minarett von Kutlug-Timur, das sich auf rund 60 Meter erhebt, ist das höchste erhaltene Minarett Zentralasiens - im frühen 14. Jahrhundert errichtet und bis heute standfest, was für einen Backsteinturm, der Erdbeben und neun Jahrhunderte Witterung überstanden hat, eine bemerkenswerte Leistung darstellt.

    Die Mongolen kamen 1221 und machten gründliche Arbeit. Die Mausoleen, die überlebten - darunter der Schrein des Il-Arslan, eines Choresmischen Schahs, der 1172 starb, und das schön proportionierte Ensemble der Turabeg Khanym - stammen aus verschiedenen Epochen der langen Stadtgeschichte. Das Innere der Turabeg Khanym ist besonders eindrucksvoll: ein gewölbter Saal, überkrönt von einer Mosaikuppel, deren geometrische Musterung zu den feinsten ihrer Epoche zählt.

    Das Gelände fungiert heute sowohl als aktive Pilgerstätte als auch als archäologischer Park. Turkmenische Familien kommen an Wochenenden, um an den Schreinen zu beten, und verleihen dem Ort eine lebendige spirituelle Qualität, die rein archäologischen Stätten oft fehlt. Man durchwandert hier kein Museum - sondern einen Ort, der für Menschen noch immer Bedeutung trägt.

    Das Nachmittagslicht vollbringt hier etwas, das Fotos selten festhalten: Es trifft das glasierte Kachelwerk in einem Winkel, der gewöhnliches Mauerwerk in etwas verwandelt, das ein eigenes Leuchten zu erzeugen scheint.

    Highlights

    Kutlug-Timur-Minarett - das höchste erhaltene Minarett Zentralasiens mit rund 60 Metern HöheTurabeg-Khanym-Mausoleum mit außergewöhnlichem Mosaikkuppel-InterieurUNESCO-Welterbestätte mit lebendiger PilgertraditionMittelalterliche islamische Denkmäler aus choresmischer und nachmongolischer ZeitIl-Arslan- und Tekesh-Mausoleen mit intaktem dekorativem Mauerwerk

    Warum sich ein Besuch lohnt

    • Das höchste erhaltene mittelalterliche Minarett Zentralasiens besichtigen - noch immer aufrecht nach sieben Jahrhunderten
    • Eine UNESCO-Stätte erkunden, die sich einen echten Entdeckercharakter bewahrt hat - mit Raum und Stille zum Aufnehmen
    • Einen Ort erleben, an dem mittelalterliche islamische Architektur und lebendige Pilgertradition nebeneinander bestehen
    • Im Inneren der Turabeg-Khanym-Kuppel stehen - eines der geometrisch kunstvollsten mittelalterlichen Innenräume der Region
    • Das Choresmische Reich verstehen, dessen Vernichtung durch die Mongolen die gesamte islamische Welt neu formte

    Beste Reisezeit

    April bis Anfang Juni bietet die besten Bedingungen - Temperaturen zwischen 20-30°C (68-86°F) und eine kurze grüne Aufblüte der Landschaft, bevor die Sommerhitze einsetzt. September und Oktober sind für Erkundungen gleichermaßen angenehm. Die Sommer in der Region Dashoguz sind heiß und trocken; im Juli und August klettern die Temperaturen deutlich über 38°C (100°F), was Besuche zur Mittagszeit beschwerlich macht. Winterbesuche sind möglich und oft menschenleer, wenngleich die Nächte kalt sein können und manche Einrichtungen eingeschränkt sind.

    Anreise

    Kunya-Urgench liegt in der Region Dashoguz im Norden Turkmenistans, etwa 500 km von Aschgabat entfernt auf dem Landweg - eine Fahrt von rund sieben bis acht Stunden durch die Karakum-Wüste. Inlandsflüge von Aschgabat nach Dashoguz verkürzen die Reisezeit erheblich; von dort ist die Stätte mit einer kurzen Fahrt erreichbar. Alle logistischen Aspekte vor Ort, einschließlich Genehmigungen und Zugangsfragen, werden im Rahmen Ihrer organisierten Tour geregelt.

    Los geht's

    Bereit für Ihre Turkmenistan-Reise?

    Unsere Reiseexperten gestalten Ihr perfektes Abenteuer.

    Mit einem Reiseexperten chatten
    Kunya-Urgench - Mittelalterliche islamische Bauten | Turkmenistan | TM Tour