Mausoleum der Turabeg Khanym
Ein Mausoleum aus dem 14. Jahrhundert in Kunya-Urgench mit einer der feinsten geometrischen Kachelkuppeln der islamischen Welt - ein Seidenstraßen-Meisterwerk in Nordturkmenistan.
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Überblick
Das Mausoleum steht innerhalb des UNESCO-Weltkulturerbes Kunya-Urgench, der ehemaligen Hauptstadt des Choresmischen Reiches und einer der großen Städte der mittelalterlichen islamischen Welt, bevor der Mongoleneinfall im 13. Jahrhundert sie nahezu auslöschte. Das Mausoleum der Turabeg Khanym gehört zu den feinsten erhaltenen Bauwerken aus der nachmongolischen Wiederaufbauzeit, als die Stadt unter der Goldenen Horde und der Sufi-Dynastie teilweise neu errichtet wurde - ein Umstand, der seiner Existenz angesichts des vorausgegangenen Ausmaßes der Zerstörung etwas Unwahrscheinliches verleiht.
Das Äußere beeindruckt auf seine eigene Weise: ein zwölfseitiges Bauwerk, bekrönt von der geometrischen Kuppel, mit glasierten türkisfarbenen und blauen Kacheln verkleidet, die je nach Tageszeit unterschiedlich das Licht einfangen. Doch das Innere ist der Grund, aus dem man sich an dieses Gebäude erinnert. Das Mosaikgewölbe offenbart bei näherer Betrachtung ineinandergreifende geometrische Formen, die beinahe fraktal in ihrer Selbstähnlichkeit wirken - Muster in Mustern, allesamt ausgeführt in gebrannten und glasierten Keramikkacheln durch Handwerker des 14. Jahrhunderts.
Kunya-Urgench lohnt insgesamt einen ganzen Tag: Das Kutlug-Timur-Minarett, das Sultan-Tekesh-Mausoleum und weitere erhaltene Bauwerke zeichnen ein Bild einer Stadt, die vor ihrer Zerstörung zu den wohlhabendsten und intellektuell lebendigsten Asiens zählte.
Das Mausoleum der Turabeg Khanym überdauert als Zeugnis dafür, dass die Menschen, die hier nach der Katastrophe neu aufbauten, nicht bloß überlebten - sie bestanden durch Geometrie und glasierte Kacheln darauf, dass Schönheit die Mühe wert war.
Highlights
Warum sich ein Besuch lohnt
- Eine mittelalterliche geometrische Kachelkuppel bewundern, die Experten islamischer Architektur bis heute in Staunen versetzt
- Eine UNESCO-Weltkulturerbestätte in Nordturkmenistan besuchen, an der kaum andere Touristen zugegen sind
- In einer der mathematisch komplexesten Dekordecken stehen, die je ohne moderne Hilfsmittel geschaffen wurden
- Das Mausoleum mit den anderen Monumenten Kunya-Urgenchs verbinden und einen ganzen Tag in einer versunkenen mittelalterlichen Hauptstadt verbringen
- Türkisfarbenes Kachelwerk vor dem flachen nordturkmenischen Himmel fotografieren - eine Komposition von einzigartiger Wirkung
Beste Reisezeit
April bis Juni und September bis Oktober bieten die angenehmsten Bedingungen für einen Besuch in Kunya-Urgench, warm, aber erträglich für das Wandern zwischen den verstreuten Monumenten. Das Gelände ist weitgehend im Freien, sodass die extreme Sommerhitze Nordturkmenistans - Juli und August können auf der Dashoguz-Ebene erbarmungslos sein - die Zeit, die man mittags draußen verbringen kann, empfindlich einschränkt. Winterbesuche sind kalt, aber durchaus möglich; das flache Licht der kurzen Wintertage verleiht dem Kachelwerk eine ganz eigene Wirkung.
Anreise
Kunya-Urgench liegt in der nördlichen Welajat Dashoguz nahe der Grenze zu Usbekistan, rund 500 km von Aschgabat entfernt. Am praktischsten ist ein Inlandsflug von Aschgabat nach Dashoguz, gefolgt von einem Straßentransfer zur Stätte - eine Reise, die unsere Touren vollständig koordinieren. Für den Kunya-Urgench-Komplex wird ein Reiseführer empfohlen, da die Monumente über ein weites Areal verteilt sind und historischer Kontext den Besuch erheblich bereichert.
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